Woche 16 – Phase F3 (A-Team)

Am Montagmorgen um 0900Uhr besammelten wir uns zum ersten Meteobriefing der zweiten Woche vom F3 in Grenchen. Schon als ich am Morgen zuhause in Thun losgefahren bin, fiel mir der Nebel auf. Je näher ich dem Jura kam, desto dichter wurde er. In Grenchen war die Suppe schließlich so tief, dass man nicht mal bis zum Runway sehen konnte. Dies war nun unser Schicksaal für die kommenden Vormittage.
Während diesen Groundings gab es für uns viel zu planen. Diese Woche begannen wir mit den cross-country Flügen vom F3. Am Montagnachmittag konnten wir trotz tiefer Wolkenbasis doch noch einen Radionavigationsparcours absolvieren, welcher zum Ziel hatte, in einer Stunde Blockzeit so viele crossings und VOR-Überflüge wie möglich zu machen. Das Meteobriefing am Dienstag war wie erwartet deprimierend, nun ja, eigentlich war es ja auch interessant. Wir wurden endlich mit Ausdrücken wie VV und RVR konfrontiert, statt dem langweiligen CAVOK. Als es dann um 1200Uhr doch noch vereinzelnd Aufhellungen gab, war wieder Hoffnung da. Wir nutzten diese einmalige Gelegenheit und eilten sofort zu den Flugzeugen, starteten die Motoren und hoben zu unserem ersten Nav-Flug ab. Dieser führte mit verschiedenen spontan vom Fluglehrer ausgedachten reroutings von Grenchen über Bern nach Les Eplatures und wieder zurück.
Am darauf folgenden Tag flogen wir dann in die Berner Alpen nach Saanen und über den Gemmipass nach Sion ins Wallis. Am Donnerstag und Freitag war es dann endlich soweit, die ersten von uns durften den Langersehnten 270er real solo fliegen. Da war „freestyle“ angesagt, wie es gewisse Pilotenanwärter von uns nennen. Diejenigen von uns welche noch keine Lizenz besaßen, hatten natürlich Vorrang. Für die anderen stand Grenchen – Altenrhein mit einem crossing in Zürich auf dem Programm.
- Sascha

