Woche 22 Phase F3 (B-Team)
Die dritte Woche in Grenchen war gespickt mit Highlights. Im Theoriesaal war am Montagmorgen eine gewisse Unruhe und Hektik zu spüren. Die ersten PPL Skill-Tests und Face-Checks, äh Entschuldigung, Phase-Checks standen auf dem Programm. Der Flug nach Lausanne wurde mit grösster Sorgfalt vorbereitet, ja sogar im Google-Earth Simulator nachgeflogen, man wollte ja den Experten zeigen, was man gelernt hatte. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Von den 8 Flügen war gerade mal einer bis nach Lausanne durchgekommen. Bei allen anderen hiess es „disregard flight plan, rerouting“ nach Neuenburg, Yverdon, Grenchen oder einfach in die Alpen. Man konnte nur hoffen, dass alle Flugplätze gut vorbereitet waren. Am Dienstagabend war der ganze Spuk auch schon wieder vorbei und alle Bravo-Teamler bestanden den Skill Test bzw. Phase-Check. Dies wurde beim Türken natürlich gebührend gefeiert.
BRAVO-TEAM, YOU`RE NOW OFFICIALLY PIMPED!! CONGRATULATIONS.
Am Mittwoch stand eine Alpenüberquerung via Saanen nach Sion auf dem Programm. Auch in diesem Flug ergaben sich 2 Highlights. Der Anflug in Saanen ist alles andere als Standard, fliegt man doch über Gstaad ein und das alles eher nahe an den Bergen und am Boden. Für Tiefflug haben wir in unserer Klasse ja auch Spezialisten. Wenn alle tief anfliegen, kann einer noch eher tiefer anfliegen….
Der zweite Teil des Fluges war etwas für die Spoter in unsere Klasse. Nach dem Start in Saanen, und einem Briefing der Piloten, folgte ein 20 minütiges Foto-Shooting über den Alpen mit unseren Archern. Sicher etwas nicht ganz alltägliches. Die Fotos sind sicher bald im Netz zu bewundern.
Gerüchteweise hatten wir schon vernommen, dass in Grenchen der Nebel zuweilen recht hartnäckig sein kann. Dieses Gerücht wurde uns am Donnerstag bestätigt. Gegen Mittag herrschte Flugwetter in der ganzen Schweiz, ausser in Fog-City. Das Alternativprogramm bestand im Planen von 3 weiteren Flügen und einem Kaffee auf dem Grenchenberg, natürlich an der Sonne….
Am Freitag dann der krönende Wochenabschluss. Ein Flug via Genf nach Chambèry und zurück. Zum ersten Mal auf einem richtigen Flughafen landen, im Final vorne ein A-340 der abhebt und hinten ein 320er der Lufthansa, der drückt und ebenfalls landen will. Also nicht lange fackeln auf der Piste, denn wehe der Vogel hinter uns muss durchstarten. Zur Überraschung von Einigen gab uns der Tower in Genf eine Clearance für die Hartbelagpiste. Ganz schön lang und breit….Der Start in Genf war somit auch kein Problem, die ATC arbeitet dort sehr zuvorkommend und verzeiht auch etwaige Funkfehler. In Frankreich waren dann der Zoll und die Polizei in ihrer wohlverdienten Mittagspause und somit fielen die Kontrollen ins Wasser. Nach kurzer Pause flogen wir am Mont Blanc vorbei über die Alpen zurück zur Homebase.
Am Funk mitgehört:
Pilot A.R. : „Bern tower can you contact Grenchen tower to organise crossing and landing?“
TWR: „Negative we only do this for special flights H-GB“
Pilot A.R. verzweifelt und schwitzend: „ Well this is my skill test H-GB“
TWR Leicht genervt: „ Your skill test is not special enough ,H-GB“
- Romano