Pilotenkurs III / MMVII

Woche 26

June 30th, 2008
img_0075.jpg

Nach knapp dreimonatigem Zusammenleben wurde der PK3/07 wieder in zwei Gruppen aufgeteilt. Während die eine Hälfte (zukünftig B-Team genannt) bereits den wohlverdienten Urlaub geniesst, wird das A-Team in das europäische IFR-Fliegen eingeführt. Da unser neues Schulflugzeug, die DA-42, über ein modernes Glascockpit verfügt, fand die erste Woche im Simulator statt. Dafür gibt es zwei Hauptgründe: Einerseits kann im Simulator das für uns neue GPS-System (GNS 1000) auf sehr effiziente Art und Weise unterrichtet werden und zweitens fanden diese Woche die Emergency-Übungen statt, welche im topografisch anspruchsvollen Schweizer Gelände einfach zu gefährlich wären.

Das GNS 1000 nimmt dem Piloten enorm viel Arbeit ab. Umso wichtiger wird es, die gesetzten Werte und gewählten Modi kritisch zu überwachen. Nun liegt der Challenge nicht mehr darin, die Fluglage so exakt wie möglich zu halten, sondern viel mehr darin, den Autopiloten möglichst sinnvoll einzusetzen.

Höhepunkt der Woche waren die Prüfungsflüge am Samstag. Da unser Flugzeug mit nur einem der beiden Motoren praktisch nicht mehr steigt, gestattet das BAZL, diesen Teil des IR-Skill Tests im Simulator (FNPT II) durchzuführen. Beinah erwartungsgemäss haben 8 der 9 Kandidaten diese Hürde mit Erfolg genommen. Der neunte Kandidat verfügt bereits über die entsprechende Lizenz und durfte somit bereits am Freitag Abend das Wochenende einläuten.

- Ivo

P.s.: „dä EURO isch verbi und di Dütsche göhnd wieder hai…“

Woche 25

June 20th, 2008
IMG_0041.JPG

Kaum 48h in der Schweiz, schon drücken wir wieder die Schulbank in Zürich. Einigen war der Jetlag noch gut anzusehen, wobei wiederum Andere gute Methoden entwickelt hatten, das eigene Bewusstsein nicht in die Traumwelt abschweifen zu lassen: der Kaffee-, Redbull- und Koffeinkaugummi Konsum war wahrscheinlich schon lange nicht mehr so hoch.

Ziel der ersten Woche zurück in der Schweiz war die Einführung des neuen Flugzeugs Diamond “TwinStar” DA-42, welches im nächsten Ausbildungsschritt eine zentrale Rolle spielen wird. Vor allem das moderne Glascockpit in diesem Flieger wird eine Herausforderung sein. Auch die Einführung der modernen Cockpitsprache im Zweimann(-frau) Betrieb hat stattgefunden, also wundert Euch nicht, wenn wir auf eine Bitte hin jeweils die Bitte bestätigen und auf eure “checked”-Bestätigung warten.
Fazit nach dem Grundkurs der DA42 “TwinStar” ist, dass wir  sicherheitshalber immer ein Pack Duracell-Batterien dabei haben sollten.

Die Hälfte der Klasse hat nun 4 Wochen Urlaub…. ähhh … unterrichtsfreie Zeit und die andere Hälfte wird sich in Grenchen in die TwinStar verlieben und natürlich regelmässig hier auf der Internetseite Bericht erstatten.

- Tristan

Woche 24

June 17th, 2008
IMG_2223_edit2-LR.jpg

Die Zeit verging schnell und schon ist auch die letzte Woche unseres Vero-Aufenthaltes angebrochen. Die Hälfte der Klasse hatte am Sonntag ihre Vorbereitungsflüge für die Berufspilotenprüfung (CPL). Da die Prüfung nach Sichtflugregeln (VFR) stattfinden sollte, hiess es nach den ganzen Instrumentenflügen jetzt wieder „Lookout“. Den andern Flugzeugen und, etwas gewöhnungsbedürftig, auch Wolken sollte jetzt wieder ausgewichen werden. Doch die Meisten konnten sich ziemlich schnell wieder den alten Gegebenheiten anpassen.
Wie vor jeder Prüfung teilte sich unsere Klasse in die Gruppen ruhige, nervöse und ultra-nervöse Flugschüler auf. Da wurden über mehrere Stunden die Prüfungsflüge geplant, bis spät in die Nacht Theorie aufgefrischt, oder mit Kino und Baden am Strand vom ganzen Geschehen abgelenkt.
Am Dienstag und Mittwoch war es dann soweit. Wir durften uns den Experten stellen und unser Können beweisen. Der letzte Flug auf der Seminole verlief bei allen erfolgreich, was natürlich am Abend im „Chez Amis“, unserer Stammbeiz, auch entsprechend gefeiert wurde. Die Stimmung war so gut, dass ein gewisser Raucher die noch volle Getränkedose eines Kollegen als Aschenbecher benutzte, aus welcher das nichts wissende Opfer dann auch noch munter weiter trank.
Nachdem am Donnerstagmorgen alle ihre Qualifikationen erhielten, konnte endlich auch noch das obligate Klassenfoto im Hangar gemacht werden. Am Nachmittag packten wir unsere letzten Sachen zusammen und fuhren anschliessend los in Richtung Süden, genauer gesagt nach Fort Lauderdale. Dort verbrachten wir den letzten Abend in den USA bei gemütlichem Abendessen mit Live-Musik und anschliessendem Ausgang.
Am Freitagmorgen ging es weiter in Richtung Miami, wo die einen in Southbeach die viel besagte Promenade „Oceans Drive“ erforschten oder noch ein letztes Bad im Meer nahmen. Andere bestaunten Downtown Miami. Nach dem Abgeben der Mietwägen traf man sich schlussendlich am Flughafen von Miami zum einchecken. Die geruchsintensive Sicherheitskontrolle auf dem Weg zum Gate durchliefen wir ohne Schuhe, da diese auf ihr potentiell gefährliches Innenleben durchleuchtet werden mussten. Wenige Stunden später sassen wir zum Glück auch schon im Flugzeug nach Zürich. Nach dem knapp neunstündigen Flug wurden wir in Zürich dann herzlich von unseren Angehörigen willkommen geheissen.

Mit unserer Rückkehr nach Zürich ist die Phase F4 abgeschlossen. Wir hatten eine unvergessliche Zeit in Vero Beach und freuen uns schon jetzt auf das Europapaket mit unserem neuen Trainingsgerät, der DA-42 Twinstar.

- Nik

Woche 23

June 9th, 2008
IMG_1875-LR.jpg

Diese Woche hatten wir mit äusserst unzuverlässigen Flugzeugen zu kämpfen: Triebwerksausfall nach dem Start, Triebwerksausfall im Reiseflug und natürlich Triebwerksausfall im Landeanflug. Als ob das nicht genug wäre, fielen Alternatoren, Unterdruckpumpen, Navigations- und Fluglageinstrumente, elektrische Teilsysteme und hydraulische Systeme aus, je nachdem, auf was der Fluglehrer gerade Lust hatte. Die letzten vier Instrumentenflüge boten gute und zahlreiche Gelegenheiten, diese unangenehmen, aber absolut beherrschbaren Notsituationen zu trainieren.
Neben den Systemausfällen bot diese Woche die letzte Gelegenheit die Lieblingsdestinationen auf unseren letzten Navigationsflügen noch einmal zu besuchen. So flogen die Crews noch einmal nach Titusville um dort noch einmal im Outer Marker Café das Club Sandwich zu essen, nach Orlando um die Cookie-Theke zu leeren oder nach Pahokee um sich vom Flughafenhund „Moose“ zu verabschieden. Jede und Jeder nach seinem Gusto.
Eigentlicher Höhepunkt der Woche stellte der Klassenflug nach Key West dar. Die Conch Republic (http://de.wikipedia.org/wiki/Conch_Republic) empfing uns mit offenen Armen. Dies obwohl wir mit unseren sechs Flugzeugen auch den Eindruck hätten erwecken können, eine Invasion in den amerikanischen „Freistaat“ vollziehen zu wollen. Den Flugzeugen entstiegen, mieteten wir Roller um die Insel zu erkunden. Key West bot uns, wenn auch nur für wenige Stunden, interessante Augenblicke in einer der wohl schönsten Gegenden der USA. Viele von uns hätten es da wohl noch deutlich länger ausgehalten.

In der kommenden Woche steht nun der eigentliche Grund unseres USA-Aufenthaltes auf dem Programm, die Berufspilotenprüfung. Einige von uns beginnen bereits diesen Sonntag mit dem letzten Trainingsflug. Die Vorbereitungen sind getroffen, lasset die Prüfungen beginnen!

- Pascal

Next Page »

Archives

Blogroll

Categories