Pilotenkurs III / MMVII

Woche 37 – 38

September 20th, 2008
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Begonnen haben die letzten zwei Wochen der Phase T4a mit einem ganzen Tag „Emergency Equipment“. Uns wurde gezeigt, wie man einem Kleinkind eine Schwimmweste anzieht (auch wenn es nachher kopfüber im Wasser schwimmt), welche Arten von Sauerstoffmasken in einem modernen Flugzeug vorhanden sind und schliesslich wurde uns auch erklärt, weshalb es eine Axt in einem Flugzeug braucht (natürlich um Terroristen zu bekämpfen, oder so…). Am Ende dieses Tages durften wir uns dann aus einem Cockpit abseilen und die Notrutschen eines Airbus A330 ausprobieren. Um ein Haar hätte unsere Klasse den Verlust eines Schülers zu beklagen gehabt, denn zwei Nachwuchspiloten mussten feststellen: Je Masse, desto schnell. Diese Erkenntnis war dann auch der Grund, weshalb ich mich nur einmal auf die Rutsche gewagt habe. Entweder man treibt Sport, oder bleibt gesund.
Der Rest dieser zwei Wochen war vor allem davon geprägt, dass wir in vier Fächern die letzten Lektionen geniessen durften. Die einen Instruktoren hatten ein vollbepacktes Programm bis zum Schluss, die Anderen liessen uns teilweise früher als vorgesehen nach Hause gehen. Es fand sogar ein Brunch statt, um die letzte Lektion in Meteorology zu zelebrieren.
Auffallend an den letzten zwei Wochen war, dass sich jeder für die bevorstehenden Prüfungen vorbereitete. Am vergangenen Donnerstag fanden dann die Progress Tests statt. Für die Einen gab es Entwarnung bezüglich des Vorbereitungsstandes, Anderen wurde aufgezeigt, dass die Zeit bis zu den BAZL-Prüfungen Ende September, bzw. Anfangs Oktober wohl nicht als Ferien bezeichnet werden können.
Am Freitag hatten wir das letzte Mal Principles of Flight. Auch diesen Lektionen merkte man an, dass es die letzten waren. Ich wusste gar nicht, dass ein Beamer ein derart scharfes Bild projizieren kann…
Ich wünsche Allen angenehme und produktive Lernferien und schliesslich viel Erfolg für die ersten Abschlussprüfungen!

- Ivo

Nun noch ein Aufruf in eigener Sache: Im T3 haben wir anlässlich unserer Wochenberichte Sprüche von einem ganz bestimmten Instruktor veröffentlicht. Darauf hin mussten wir feststellen, dass jeder Spruch, den wir publiziert hatten, im Klassenrahmen nicht mehr zu hören war. Im Oktober und November findet unsere letzte Theoriephase an der SAT statt, und wir haben auch wieder bei dem besagten Lehrer Schule. Bitte Bruno, deine Sprüche sind ein „Möst“, unterdrück sie nicht länger! Ich verspreche dir, dass wir diese nicht mehr veröffentlichen!

Neue Fotos SR Technics und Emergency “Training”

September 12th, 2008

Neben den vielen Theoriestunden welche wir in der Schule absitzen, durften wir zwischendurch auch einmal raus. Zum einen waren wir einen halben Tag zu Besuch bei SR Technics und festigten unsere technischen Kenntnisse und zum anderen durften wir das Emergency Equipement ein bisschen benutzten. Natürlich sind dabei so einige Fotos entstanden… Viel Spass!

Zu den Fotos…

Woche 34 – 36

September 7th, 2008
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Seit 3 Wochen gehen das „Alpha-Team“ und die „B-Hörnchen“ wieder gemeinsam zur Schule. Zeit auf diese mehr oder weniger spannende Zeit zurückzublicken.
Die letzte Etappe auf dem Weg zum ATPL steht auf dem Programm und so heisst es für uns wieder Theorie büffeln. Wir erhalten einen vertieften Einblick in das Innenleben eines Jet-Triebwerkes, lernen weitere nützliche Instrumente eines modernen Verkehrsflugzeuges kennen, versuchen unser Wissen in Meteo aufzufrischen und erhalten einen Crash-Kurs in Sachen Flugzeugbeladung. Weiter hinterfragen wir „Solar System and Time“, wo es darum geht, Sonnenaufgang und Untergang zu bestimmen, oder zu verstehen, warum der siderische Tag kürzer ist als der Sonnentag; Alles Dinge die wir später brauchen werden ( …man merke, wir lernen auch, wie wir unsere Freundin, bzw. Freund beindrucken können, nach dem Motto: „Weisst du Schatz, wenn ich in Tokio um 23.00 LMT abfliege und der First Point of Aries gerade den Äquator überquert (oder war’s umgekehrt??), dann steht die Sonne genau im Aphelion und am Südpol ist’s stockdunkel, weshalb die Eisbären mit den Pinguinen schlafen gehen.“ ) Alles klar? Keine Angst, bei uns auch nicht. Auch Navigation und Kartenkunde steht wieder auf dem Programm, wobei da auch mal gesagt werden soll, dass alles viel einfacher wäre, wenn die Erde eine Scheibe wäre.
Das Hauptthema dieser ersten Phase ist aber sicherlich der erste Teil der BAZL Prüfung. In der Woche vom 29.9 soll’s soweit sein und wir schliessen 4 Fächer ab. Kein Wunder also, sitzt die ganze Klasse wie wild hinter den Büchern und dem Computer, um mit unserer Lernsoftware möglichst viele Fragen zu klicken. BAK heisst das tolle Programm und das Suchtpotential ist enorm. Kein Moment wird ausgelassen, um noch schnell eine Frage zu klicken, mit Laptop, I-Phone oder Papier und Stift. Das Ziel ist klar: 75% richtig. BAK ist aber nicht nur ein Lernprogramm, nein man kann auch damit spielen. Sieger ist derjenige, welcher am meisten grüne Spalten (möglichst viele richtig beantwortete Fragen in einer Spalte) hat.  Ein guter Start ist da wichtig, aber Achtung, ja nicht nachlassen, am Schluss wird abgerechnet. Die Regeln könne beim  R.S. bezogen werden. Lernen macht ja sooo Spass!
Das Highlight dieser drei Wochen war aber sicher unser Besuch bei der SR-Technics. Wir trafen uns am Freitagnachmittag zu einer ausgedehnten Führung. Per Zufall stand im Hangar ein Airbus 340 der Swiss, und es war schnell klar, dass dieses Flugzeug von uns genauer unter die Lupe genommen wurde. Angefangen wurde – wie könnte es anders sein – im Cockpit. Während die ersten im Avionic- Compartement unter dem Cockpit verschwanden, testeten andere die  Firstclass-Sitze und begutachteten die Betten für die Crew. Nachdem auch die letzten Poser-Fotos der jungen Piloten im Kapitäns-Sitz geschossen worden waren (schau Schatzi, ich in meinem neuen Büro…) konnten wir die Triebwerke und das Fahrwerk genauer begutachten. Schon das Fahrwerk ist ziemlich beeindruckend und eines sei hier gesagt: Sollte man am Flugzeug mal ‘nen platten Reifen haben, reicht die Fahrradpumpe kaum um den Reifen aufzublasen. Die Dimensionen sind ziemlich beeindruckend. In einem anderen Hangar stand ein weiterer Airbus, der aber eher zerlegt daher kam. Dies gewährte uns seltene Einblicke in das Innenleben eines Flügels. Wir wissen jetzt auch, warum die kleinsten Mechaniker immer die „Tankratten“ sind. 90-60-90 ist zu breit, um in den Tank zu kommen. Im Engine-Shop kann man mit dem nötigen Kleingeld auch Triebwerke kaufen, wir begnügten uns aber mit dem betrachten der grossen Turbinen, weil in der Klassenkasse keine 10 Mio. sind.
Alles in Allem war der Besuch in der Werft ein tolles Erlebnis. Besten Dank der Firma SR Technics.
Am Montag geht’s weiter mit Emergency Equipment. Gerüchten zu Folge geht der PK 307 in den Evakuationssimulator mit Notrutschen usw….
On verra.

- Romano

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