Pilotenkurs III / MMVII

Woche 24 / 25 – Phase F3 (B-Team)

January 5th, 2008

F3B Last week

Die letzte Woche und damit auch unsere “Tour de France” nahte. Nach langen Vorbereitungen mit drei verschiedenen, aber doch ähnlichen Flugkarten von Frankreich wurde uns wieder einmal klar, dass es doch immer anders kommt als erwartet. Wegen schlechtem Wetter haben wir uns entschlossen, erst am Mittwoch aufzubrechen. Ausserdem wurde uns ein neues Routing empfohlen, welches wir dann in spontaner Planung auch umsetzten. Der erste Tag führte uns via Chambery und Avignon (wo man endlich mal eine Landung mit starkem Wind üben konnte) nach Perpignan. Nach einer Taxifahrt im Abendstau und einem Nachtessen für Liebhaber des blutigen Filets und Schnecken im Hotelrestaurant, stand uns um 22:00 Uhr noch die Planung des zweiten Tages bevor. Das Wetter verschlug uns nach Toulouse, wo wir 2 Airbus A380 bestaunten und einen Tornado aus nächster Nähe begutachten konnten. Nach einer kleinen Wartezeit für die Bezahlung der Landetaxen, ging es dann weiter nach Tarbes. Doch kaum angekommen, hiess es plötzlich: “Es geht nach Montpellier, startet die Motoren, geplant wird während des Fluges!”. Schliesslich haben dann alle mit viel Improvisation nach Montpellier gefunden, wo wir das zweite Mal in Frankreich übernachteten. Am Abend gingen wir in eine Fischbeiz am Hafen, wo wir sehr gut und auch einigermassen günstig speisten.

Nach einer weiteren kurzen Nacht, welche zum Teil in einem Doppelbett verbracht werden musste (die betroffenen Personen möchten unbekannt bleiben), trafen wir uns zum Morgenessen und zur anschliessenden (staufreien) Taxifahrt zum Flugplatz. Wegen freezing fog entschieden wir uns, im östlichen Teil von Frankreich via Mont Blanc nach Sion zu fliegen. Vor dem Matterhorn gab es dann noch einen Foto-Formationsflug. Nach einer Stärkung (die “Penne Airport” ist sehr zu empfehlen) flogen wir zurück ins hochneblige Grenchen, wo wir vor der Landung noch eine Möglichkeit zum Absinken suchen mussten. Doch wie für uns geschaffen, war entlang des Juras eine nebelfreie Schneise.

Nach dem wohlverdienten Wochenende flogen wir dann wie üblich am Ende einer Flugphase die restliche Flugzeit ab. Daraus ergaben sich Flüge nach Zürich, Genf, Bern und Ecuvillens.

Der Dienstag diente dem Papierkrieg und gewisse Leute verabschiedeten sich auch noch von den Fliegern. Somit ist für alle die Flugphase F3 abgeschlossen und wir freuen uns auf Vero Beach.

- Nik

Woche 23 – Phase F3 (B-Team)

December 11th, 2007

Happy

Die Woche begann mit dem in Grenchen all zu bekannten sch… Wetter. Dies gab uns die Möglichkeit, Flüge vorzubereiten, welche wir dann dank schlechtem Wetter nicht durchführen konnten.

Nachdem wir uns am Dienstag im Tiefflug nach Zürich und Bern gekämpft hatten, meinte es das Wetter am Mittwoch gut mit uns. Zeit also, um nach Annmasse und Lyon-Bron zu fliegen. Das gute Wetter erlaubte es sogar, hoch hinauf zu steigen. Leider hatten jedoch gewisse Flugverkehrsstellen in Frankreich ihre Probleme damit. Vielleicht war es aber einfach nur eine zu grosse Belastung, dass da drei Flugzeuge auf einmal kamen und dann noch mit so ähnlichen call-signs wie HB-PPY und HB-PPV. Nach einigen Minuten auf 2500ft und zahlreichen Anfragen gab es dann auch für den PY noch eine clearance zum steigen. Wir sind ja mal gespannt, wie wir uns nächste Woche durch Frankreich schlagen sollen.

Am Donnerstag blieben wir wetterbedingt wieder in der Schweiz und flogen altbekannte Flughäfen wie Genf und Bern an. Wir lernten dabei, dass eine kleine Luftraumverletzung in Bern mit einem ernst gemeinten „Sorry“ vom Tisch ist.

- Philipp

Woche 22 Phase F3 (B-Team)

December 2nd, 2007

Die dritte Woche in Grenchen war gespickt mit Highlights. Im Theoriesaal war am Montagmorgen eine gewisse Unruhe und Hektik zu spüren. Die ersten PPL Skill-Tests und Face-Checks, äh Entschuldigung, Phase-Checks standen auf dem Programm. Der Flug nach Lausanne wurde mit grösster Sorgfalt vorbereitet, ja sogar im Google-Earth Simulator nachgeflogen, man wollte ja den Experten zeigen, was man gelernt hatte. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Von den 8 Flügen war gerade mal einer bis nach Lausanne durchgekommen. Bei allen anderen hiess es „disregard flight plan, rerouting“ nach Neuenburg, Yverdon, Grenchen oder einfach in die Alpen. Man konnte nur hoffen, dass alle Flugplätze gut vorbereitet waren. Am Dienstagabend war der ganze Spuk auch schon wieder vorbei und alle Bravo-Teamler bestanden den Skill Test bzw. Phase-Check. Dies wurde beim Türken natürlich gebührend gefeiert.

BRAVO-TEAM, YOU`RE NOW OFFICIALLY PIMPED!! CONGRATULATIONS.

Am Mittwoch stand eine Alpenüberquerung via Saanen nach Sion auf dem Programm. Auch in diesem Flug ergaben sich 2 Highlights. Der Anflug in Saanen ist alles andere als Standard, fliegt man doch über Gstaad ein und das alles eher nahe an den Bergen und am Boden. Für Tiefflug haben wir in unserer Klasse ja auch Spezialisten. Wenn alle tief anfliegen, kann einer noch eher tiefer anfliegen….
Der zweite Teil des Fluges war etwas für die Spoter in unsere Klasse. Nach dem Start in Saanen, und einem Briefing der Piloten, folgte ein 20 minütiges Foto-Shooting über den Alpen mit unseren Archern. Sicher etwas nicht ganz alltägliches. Die Fotos sind sicher bald im Netz zu bewundern.
Gerüchteweise hatten wir schon vernommen, dass in Grenchen der Nebel zuweilen recht hartnäckig sein kann. Dieses Gerücht wurde uns am Donnerstag bestätigt. Gegen Mittag herrschte Flugwetter in der ganzen Schweiz, ausser in Fog-City. Das Alternativprogramm bestand im Planen von 3 weiteren Flügen und einem Kaffee auf dem Grenchenberg, natürlich an der Sonne….
Am Freitag dann der krönende Wochenabschluss. Ein Flug via Genf nach Chambèry und zurück. Zum ersten Mal auf einem richtigen Flughafen landen, im Final vorne ein A-340 der abhebt und hinten ein 320er der Lufthansa, der drückt und ebenfalls landen will. Also nicht lange fackeln auf der Piste, denn wehe der Vogel hinter uns muss durchstarten. Zur Überraschung von Einigen gab uns der Tower in Genf eine Clearance für die Hartbelagpiste. Ganz schön lang und breit….Der Start in Genf war somit auch kein Problem, die ATC arbeitet dort sehr zuvorkommend und verzeiht auch etwaige Funkfehler. In Frankreich waren dann der Zoll und die Polizei in ihrer wohlverdienten Mittagspause und somit fielen die Kontrollen ins Wasser. Nach kurzer Pause flogen wir am Mont Blanc vorbei über die Alpen zurück zur Homebase.

Am Funk mitgehört:
Pilot A.R. : „Bern tower can you contact Grenchen tower to organise crossing and landing?“
TWR: „Negative we only do this for special flights H-GB“
Pilot A.R. verzweifelt und schwitzend: „ Well this is my skill test H-GB“
TWR Leicht genervt: „ Your skill test is not special enough ,H-GB“

- Romano

Woche 21 – Phase F3 (B-Team)

November 27th, 2007

Woche 21 B

Während das Alpha-Team des PK 3/07 die zweite Ferienwoche geniessen konnte, stand für das Bravo-Team am Montag das Thema Radionavigation auf dem Programm. Der eine oder andere musste dabei einmal mehr feststellen, dass die Theorie alleine nichts nützt und man in der Luft nur noch 50% so schlau ist wie 20 Minuten zuvor am Boden. Erschwerend hinzu kam die teils mangelhafte Voice gewisser Nachbarstaaten (welsche ier nischt genonnt werden möschten). Diese Kollegen der Lüfte liessen  diesen Radionavigationsflug bei gewissen von uns recht abenteuerlich werden. So durfte R.H. aus dem Züribiet sein Callsign beispielsweise drei Mal wiederholen ehe er eine (fragwürdige) Clearance für den entsprechenden Luftraum erhielt. Parallel zu diesen VOR-Flügen wurden die legendären 270er abgespult: Ein true-solo Flug über 270 km mit zwei Landungen auf auswärtigen Flugplätzen. Dieser Flug ist neben dem ersten Solo-Flug ein weiteres Highlight auf dem Weg zur Privatpilotenlizenz.

Am Mittwoch stand dann trotz ungewissem Wind in St.Gallen ein Flug in die Ostschweiz statt. Das Crossing des Zürcher Luftraums war dabei die grösste Herausforderung, wurde jedoch von allen mehr oder weniger souverän gemeistert. Ein Mitglied unserer Truppe erfuhr dann auch noch, dass die Frequenz des VOR Zurich East vorübergehend geändert wurde – Dummerweise befand sich der besagte Pilot jedoch bereits auf dem Weg zu dieser Station…

Am Donnerstag und Freitag machte uns dann das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Nach knapp zwei Wochen lernten wir nun also auch die neblige Seite von Grenchen kennen.

-Markus

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