
Aufbruchstimmung am Montag der 5. Woche F3 des A-Teams in Grenchen. Nach dem Meteobriefing wurde beschlossen, dass das Wetter genügend gut sei, um zur Schulreise nach Südfrankreich zu starten. Erste Destination war Lyon-Bron. Da der Hochnebel die Route über den Jura blockierte, waren wir gezwungen, via Geneve und der Lücke bei Bellegarde den Weg nach Frankreich zu suchen und schlichen so, wie in den Wochen zuvor x-fach geübt, im Tiefflug Richtung Frankreich. Kaum war die Landesgrenze überflogen, lachte uns die Sonne an – that`s how we like it !
Nach dem ersten Zwischenstopp und Pilotenwechsel in Lyon führte die Reise weiter der Rhone entlang nach Avignon und von dort, nach einem weiteren Pilotenwechsel, nach Cannes. Alle Streckenabschnitte wurden dank der gründlichen Vorbereitung ohne Probleme und besondere Vorkommnisse gemeistert. Das Feierabendbier war wohlverdient!
Anders als in der Schweiz weckte uns in Cannes nicht der Wecker, sondern die Sonne. Ausgeschlafen und voller Tatendrang brieften wir beim Frühstück die Strecken und das Wetter des anstehenden Tages. Von Cannes sollte es via Montpellier nach Perpignan und von dort nicht wie geplant nach Carcassonne sondern des starken Mistrals wegen wieder zurück nach Cannes gehen. Das bedeutete für die Piloten der dritten Strecke umplanen. Und so passierten dann auch die ersten Fehler… Ein tollkühner Flieger zum Beispiel flog mit einem OFP ohne Headings – aber keine Angst, er fand auch so seinen Weg. Anders ein hier nicht genannter Kollege, welcher, scheinbar wegen den heftigen Turbulenzen östlich von Marseille, mit erschüttertem Zeitgefühl und Orientierungssinn 10 Minuten vor dem Zielflughafen in den Longfinal von Fréjus eindrehte und erst dank Intervention des Tower von Cannes den Weg zur Destination fand. Zum Glück, denn einer seiner Passagiere spielte beim Abendessen in der Stadt die Hauptrolle im Stück „Der Flugschüler und die Weinflasche“. In dieser Parodie gelang es ihm nämlich zweimal die Weinflasche so in die Richtung seines Fluglehrers zu kippen, dass dieser mit seiner berühmten Spotterkamera richtig getauft wurde. Der Wein- und Alkoholgeschmack ausströmend von diesen Hosen hat dann wohl den dritten Flugschüler des besagten Instruktors am dritten Tag dazu gebracht, in Chambéry den Grassrunway mit dem Grasstaxiway zu verwechseln und auf diesem zu landen. Hätte der Tower die Crew nach der Landung nicht darauf aufmerksam gemacht, wäre dieses Malheur wohl unbemerkt geblieben… Via Geneve flogen wir dann ohne weitere Vorkommnisse zurück nach Grenchen.
Am Donnerstag standen dann, für diejenigen Flugschüler welche noch genügend Flugzeit zur Verfügung hatten, die Phasechecks an. Nachdem auch diese erfolgreich geflogen waren, mussten der Papierkram erledigt und die Flugzeuge gereinigt werden. Auschecken aus der Unterkunft und hopp in die zweiwöchige Auszeit. Bye bye Grenchen – Die Flugphase 3 in wird uns allen in guter Erinnerung bleiben, es hat mächtig Spass gemacht!
- Silvan