Pilotenkurs III / MMVII

Woche 17 – Phase F3 (A-Team)

November 2nd, 2007

 

LSGG Approach

Und wieder eine Woche im F3 in Grenchen. Und diese hatte dann auch einen Begleiter: Er nennt sich Nebel. Er zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er grossen Gefallen am Flugplatz Grenchen findet und diesen in der Regel erst dann verlässt, wenn der Rest der Schweiz bereits Sonne geniesst. Im Prinzip beschreiben diese paar Zeilen sowohl das Hauptthema, als auch das Hauptproblem unserer ganzen Arbeitswoche. Aber Achtung, es gibt da ja bekanntlich auch Variationen: Bodennebel, Hochnebel, feuchter Nebel, trockener Nebel, und so weiter. Allesammt führen jedoch zum gleichen Endzustand, nämlich, dass wir untätig dasassen und auf bessere Zeiten warteten…

In Tat und Wahrheit war es dann meistens so, dass wir trotzdem flogen; nämlich eingeklemmt zwischen dieser Brühe die sich Hochnebel nennt und dem harten Ding, das auch als Boden bekannt ist. Dieser wiederum war meist näher als es uns lieb war und die Fluglehrer waren dadurch teilweise fast so absorbiert wie wir. Ach, der Nebel hat also doch was Gutes die Instruktoren sehen weniger Fehler…

Zwischen Montag und Freitag standen deshalb folgende Routen auf dem Wunschzettel der Fluglehrer Grenchen – Zürich – Bern – Grenchen oder für die ganz Mutigen das Gleiche in einer anderen Reihenfolge. Zudem gab es da noch die allseits beliebte Version Grenchen – Genf – Lausanne – Grenchen. Auch hier fanden sich Leute die sich zutrauten, dies in umgekehrter Reihenfolge zu fliegen. Diese beiden Routen wurden dann im Wesentlichen frei variiert, und das während den ganzen fünf Tagen. Und ich hab mal gedacht der F3 sei für Auslandflüge gedacht. Tja, so kann man sich täuschen. Spass hat’s am Schluss aber dann trotzdem gemacht. Was will man bekanntlich mehr?!

- Martin

Woche 16 – Phase F3 (A-Team)

October 29th, 2007

LSZH Taxi

Am Montagmorgen um 0900Uhr besammelten wir uns zum ersten Meteobriefing der zweiten Woche vom F3 in Grenchen. Schon als ich am Morgen zuhause in Thun losgefahren bin, fiel mir der Nebel auf. Je näher ich dem Jura kam, desto dichter wurde er. In Grenchen war die Suppe schließlich so tief, dass man nicht mal bis zum Runway sehen konnte. Dies war nun unser Schicksaal für die kommenden Vormittage.

Während diesen Groundings gab es für uns viel zu planen. Diese Woche begannen wir mit den cross-country Flügen vom F3. Am Montagnachmittag konnten wir trotz tiefer Wolkenbasis doch noch einen Radionavigationsparcours absolvieren, welcher zum Ziel hatte, in einer Stunde Blockzeit so viele crossings und VOR-Überflüge wie möglich zu machen. Das Meteobriefing am Dienstag war wie erwartet deprimierend, nun ja, eigentlich war es ja auch interessant. Wir wurden endlich mit Ausdrücken wie VV und RVR konfrontiert, statt dem langweiligen CAVOK. Als es dann um 1200Uhr doch noch vereinzelnd Aufhellungen gab, war wieder Hoffnung da. Wir nutzten diese einmalige Gelegenheit und eilten sofort zu den Flugzeugen, starteten die Motoren und hoben zu unserem ersten Nav-Flug ab. Dieser führte mit verschiedenen spontan vom Fluglehrer ausgedachten reroutings von Grenchen über Bern nach Les Eplatures und wieder zurück.

Am darauf folgenden Tag flogen wir dann in die Berner Alpen nach Saanen und über den Gemmipass nach Sion ins Wallis. Am Donnerstag und Freitag war es dann endlich soweit, die ersten von uns durften den Langersehnten 270er real solo fliegen. Da war „freestyle“ angesagt, wie es gewisse Pilotenanwärter von uns nennen. Diejenigen von uns welche noch keine Lizenz besaßen, hatten natürlich Vorrang. Für die anderen stand Grenchen – Altenrhein mit einem crossing in Zürich auf dem Programm.

- Sascha

Woche 15 – Phase F3 (A-Team)

October 20th, 2007

Woche 14

Am Montag, dem 08.10.07, hat für die eine Hälfte unserer Klasse die dritte Flugphase begonnen, wobei jetzt auch diejenigen von uns wieder TAKEOFF POWER setzten dürfen, welche nicht mit im F2 waren. Die übrigen der Klasse werden in einer Woche mit Theorie weiterfahren, und geniessen zur Zeit noch Ferien.

Die ersten Flüge bestanden in Repetition der Fluglagen und Landetraining, wobei wir „neu dazugekommenen“ wieder mit SOP Standards und Wordings beschäftigt waren – zum Glück fliegt der Archer ja auch alleine!
Dann ging es mit Radio-Navigation weiter im Programm, ein VOR Stationsüberflug jagte den Nächsten. Diese Art der Navigation kam uns jedoch gelegen, denn dank des weltberühmten Hochnebels befanden wir uns grösstenteils „on top“ sobald wir uns einige Meilen von Grenchen wegbewegt haben. Und alle die schon mal über der Hochnebeldecke geflogen sind, wissen wie schön die Sicht darüber ist (die verschneiten Alpen sind zum greifen nahe), aber auch wie die sonst so markanten Geländepunkte in einem einheitlichen Grau verschwinden…

Demselben Nebel ist zum Ende der Woche auch ein Navigationsflug quer durch die Schweiz zum Opfer gefallen. Fairerweise muss ich jedoch sagen, hat dies nicht nur an der Wettersituation in Grenchen gelegen, nein auch St.Gallen Altenrhein ist ein ziemliches Nebelloch!

Als Lehre der Woche möchte ich noch auf einen Zwischenfall vom Donnerstag Bezug nehmen. Es wurde uns gezeigt, dass auch die schönste Landung nicht vor Überraschungen schützt – besonders wenn auf der Landebahn feindlich gesinnte Scherben lauern! Der Vorfall verlief so weit harmlos, einzig ein geplatzter, respektive ein aufgeschlitzter Bugfahrwerkreifen war zu beklagen. Trotzdem zeigte uns dies, Murphy ist immer mit dabei und macht sicher immer dann bemerkbar, wenn man ihn am wenigsten gebrauchen kann oder erwartet…

- Helene

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