Pilotenkurs III / MMVII

Woche 20

May 24th, 2008
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Nach unserem „Schuelreisli“ nach Pensacola (auch liebevoll Pepsicola genannt) haben fast alle Crews wie geplant am Samstag den Weg nach Vero Beach gefunden – die letzte Crew hat es dann am Sonntag auch noch geschafft.
Somit war es ein kurzes bis ultra kurzes Wochenende und am Montag starteten wir in die letzte Arrow-Woche in neu zusammen-gewürfelten Crews und neuen Fluglehrern. Das Programm bestand aus IFR und IFR/VFR Flügen und als Krönung galt es am Donnerstag den Phase Check als letzten Flug auf dem Arrow zu bestreiten. Das schöne an den VFR legs war, dass wir die allseits hoch geschätzten Foggles auf den Rücksitz verbannen durften. Somit hatten wir auch kurz die Gelegenheit, das Ausmass der Buschbrände, welche nördlich von Vero Beach ausgebrochen sind, zu bestaunen. Danach war uns auch klar, weshalb es sogar bei uns nach Rauch roch! Sehr viel Zeit für sightseeing hatten wir jedoch nicht, da die Flüge mit diversen Systemfehlern und Pannen verkürzt wurden.
Nach dem Phase Check mussten wir uns nun vom Arrow verabschieden, und verbrachten den Freitagmorgen mit Ron in der Maintenance und beschnupperten die Seminole. Wie auch schon beim Arrow wurde uns bei dieser Gelegenheit gezeigt, wie die Systeme an diesem Flugzeug funktionieren, damit wir eine Ahnung haben, was eigentlich genau passiert, wenn man den einen oder anderen Hebel im Cockpit bewegt. Zu unserem Glück hat Piper nicht allzu viel geändert im Hinblick auf die Systeme des Arrow und somit kam es zu keinen allzu grossen Verwirrungen. Nach dem Theorieteil umringten wir schliesslich noch ein Flugzeug und es wurde uns 1:1 gezeigt, was vor dem Flug zu kontrollieren ist.
Danach war Wochenende angesagt und Checkliste/Procedures lernen für unsere zweimotorige Herausforderung. Am Sonntag hatten wir jedoch allen Grund zum Feiern – Geburtstag hat man schliesslich nur einmal im Jahr! Und deshalb soll hier noch einmal gesagt sein: DAVE, ALLES GUETI UND HAPPY LANDINGS!

- Helene

Woche 19

May 15th, 2008
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Rainy days and Mondays… geregnet hat es hier in Florida zwar schon lange nicht mehr, aber Montag war es einmal mehr. Die ersten zwei Tage schien es sogar eine ganz normale Woche zu werden, „der ganz normale Wahnsinn“ sozusagen.
Doch weit gefehlt, denn es war die Woche des grossen Cross-Country, des langen Streckenfluges nach, …hä, … wo geht’s denn eigentlich hin, ah, ja, klar, nach Pensacola in Nordflorida. Und so traf man sich am Mittwoch zum völlig flugfreien Planen dieses Fluges. Am Donnerstagmorgen sollte es losgehen, am Samstag sollten wir alle wieder zurück sein. Wieso eigentlich sollten, ja, genau, es lief nicht alles wie geplant, aber dazu später mehr…
Am Donnerstagmorgen ging es los, das Ziel war, zwei grosse Stopps einzulegen, jedem der drei Piloten pro Flieger die Möglichkeit für einen Streckenabschnitt zu geben. Die Stopps fanden in der Nähe Jacksonville und in Tallahassee statt. Zumindest für die Meisten. Einige wählten, um Stunden zu sparen, ein angepasstes Routing, und Andere, ja Andere schafften es, den Flieger zu erwischen, bei dem der Generator versagte, so war man in Craig, bei Jacksonville gestrandet und konnte zusehen, wie die anderen Crews weiterflogen. Mehr zu dieser Crew später…
In Pensacola bezog man mittels grosser „Mini“-Vans das Hotel an bester Lage, direkt am Strand und stürzte sich ins Nachtleben inklusive Bier am Strand und Krabbenrestaurant. Der darauffolgende Tag war vom Besuch des Naval Aviation Museums, sowie entspannenden Stunden am Strand geprägt.
Und dann gings auch schon wieder nach Hause. Eine veränderte Route, ein anderer Zwischenstopp, abwechslungsreiches Wetter und das Wissen darum, dass dieser abwechslungsreiche Trip eigentlich viel zu kurz war, begleiteten uns auf den 500 Meilen zurück nach Vero Beach.
Und wer sich jetzt fragt, was aus besagter Crew geworden ist: Auch die haben es noch nach Pensacola geschafft. Und zwar abends um 9 Uhr. Dafür stellten sie auf dem Rückweg fest, dass der Motor Öl verliert und strandeten erneut, diesmal in St. Petersburg. Aber keine Sorge, auch sie kamen zurück und zwar am Sonntag Nachmittag! Es lebe die Technik…

- Martin

Woche 18

May 7th, 2008
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Ja, es war eine sehr strenge Woche. Begonnen hat sie mit Nachtflügen, welche zugleich unsere ersten IFR-Flüge werden sollten. Die vom Simulator erlernten Procedures mussten nun wieder aus den grauen Zellen abgerufen werden, was gar nicht so einfach war, denn in der Nacht sind bekanntlich alle Katzen grau, und wenn man, wie gehabt, mit Leuchtstift bemalte Kärtchen zur Hilfe nehmen wollte, stellte sich heraus, dass rot eben auch nur grau ist. Auch dies bekamen wir in den Griff, wie auch die Taschenlampenstärke. Aber Walmart hat vorgesorgt und für uns arme Pilotenschüler eine kleine Budgetlampe mit Rotfilter für wenige Dollar parat gehabt. Am Donnerstag kam eine relativ brüske Umstellung auf Tagflug. Aber da wir dank den Laubbläsern der Gärtner sowieso immer früh erwachten, hat uns das frühe aufstehen nach dem letzten Nachtflug schon fast keine Mühe mehr gemacht.
Natürlich hat es auch wieder neue Technische Errungenschaften gegeben. Einer unseren Deutschabstammenden Kollegen hat herausgefunden, dass man auf dem Funkgerät auch einen Luftdruck von z.B. 30.03 einstellen kann. Abklärungen sind im Gange ob das wirklich wahr ist und unser Kollege wirklich den direkten Funkkontakt mit dem Wetter herstellen konnte. Auch wurde durch ein St.Galler Kollege das Stimm aktivierende Pistenbeleuchtungssystem in Betrieb genommen. Neu muss man nicht mehr den Mic Button 4 mal drücken, sondern kann einfach „ one, two, three, four“ aufsagen und die Piste Leuchtet sofort. Neue Sprüche wie „Es werde Licht“ sind in Planung.
Nach dieser erschöpfenden und innovativen Woche haben wir uns aber alle ein gemütliches Wochenende gemacht; der grösste Teil tollte sich am Strand mit Volleyball und Bodyboard herum. Andere schauten sich nach niedlichen Opossums um und wiederum Andere vertieften sich in langwierige Pokerrunden. Auf jeden Fall freuen wir uns alle auf den 3 Tägigen Ausflug nach Pensacola nächste Woche.

Cheers!

- Röbi

Woche 17

April 26th, 2008
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Nachdem sich nun alle etwas an die Gegebenheiten des Fliegens in Florida gewöhnt haben, standen diese Woche die ersten Nachtflüge auf dem Lehrplan. Der Tagesablauf hat sich dadurch etwas verschoben, konkret bedeutet das, dass wir nun Vormittags frei hatten und uns erst um 14 Uhr zum Briefing im Swiss-Building einfinden mussten. Für die sportlichen unter uns war das die Gelegenheit sich an der kühlen Morgenluft etwas Gutes zu tun und sich mit Jogging fit zu halten – super Ausgleich zu den von uns bereits adaptierten Essgewohnheiten der Amerikaner. Hat doch der eine oder andere schon ein Pfündchen mehr auf den Rippen…
Nach Frühstück, Sport, Dusche, Mittagessen und Briefing waren dann die ersten zwei Jungflieger an der Reihe. Ziel musste immer ein Flughafen mit guten Restaurants in der Nähe sein, denn man möchte sich doch vor einem Nachtflug gut verpflegt wissen. Ausserdem sehr wichtig bei der Auswahl der Destination ist jeweils die richtige FBO zu finden. FBOs sind Firmen die mit dem Groundhandling, Catering und dem Betanken der Flugzeuge betraut werden. Zum finden der richtigen FBO hat sich die Internetseite www.fbo-hotties.com als wertvolle Planungshilfe herauskristalisiert. Sind doch nicht nur tiefe Avgaspreise wichtig, sondern auch die entsprechende Betreuung am Empfangsschalter :-) Bezüglich Flugrouten kann ich nur von meiner Klasse mit Pascal und Tristan schreiben. Mit Nachtessen, Stadtbesichtigung und auch FBOs hatten wir immer viel Glück. So konnten wir uns zum Beispiel am Mittwoch Abend in St Augustine in einem guten Restaurant, mitten in der Stadt, mit einem festlichen Fischgericht verwöhnen lassen. Es blieb sogar Zeit für eine kurze Stadtbesichtigung. Gerüchten zufolge, soll St Augustine die älteste Stadt der USA sein, das werden wir noch mit Geschichtsbüchern überprüfen. Als rein fliegerischer Höhepunkt hat sich der Nachtflug vom Donnerstag herauskristallisiert. Nach dem Start in Kendall-Tamiami entlang Miamis South Beach nordwärts der Küste nach Richtung Vero Beach war für Pascal und mich als Passagiere und wohl auch für unseren Piloten Tristan das absolute Wochenhighlight.

Nächste Woche beginnen wir mit IFR-fliegen. Das bedeutet, dass wir nun das Gelernte der FNPT Phase in Kloten endlich im richtigen Flug umsetzen dürfen. Dann hoffen wir mal auf möglichst viele Wolken…

- Silvan

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