Pilotenkurs III / MMVII

Woche 24 / 25 – Phase T3 (A-Team)

December 23rd, 2007

Das allgemein trübe und von dynamischen Frontendurchzügen geprägte Wetter im Dezember konnte uns nichts anhaben. Wir nutzten die Zeit im warmen, gemütlichen SAT-Gebäude zur Theorie. Ein ganz eifriger Schüler wusste unseren Alltag immer wieder mit selbstgebackenen Leckerein zu versüssen wie z.B. Lebkuchen, Chräbeli und vielem mehr.

Praktisch zur Sache gings im Fach Electrics & Electronics. Der Instruktor versuchte uns mit etlichen physikalischen Experimenten zu veranschaulichen, wie die “Ampère-Chäferli” vom positven- zum nagativen Pol gehen. Oder war es umgekehrt? Wie dem auch sei, bei den einen schien der Funke zu springen bei anderen eher weniger.

In Meteo haben wir fleissig den Stoff aus dem T2 repetiert und gelernt wie die “Haxen” im Emagramm stehen müssen, damit Nebel entsteht. In General Navigation ging es hauptsächlich um Kartenkunde. Wir betrachteten verschiedene Projektionsarten der Erdkugel, wobei die Lanz’sche Projektion leider noch nicht in den Lehrplan aufgenommen wurde.

Die neu eingeführte Tradition bei uns in der Klasse heisst Hot-Dog-Day und findet jeweils am Freitagmittag statt. Gekoppelt ist dieser gesellige Anlass mit einem Leckerbissen aus der Welt der Animationsfilme, welchen wir uns am Beamer zu Gemüte führen.

Neben der geistigen Akrobatik musste natürlich auch für den Körper etwas getan werden, frei nach: Mens sana in corpore sano! Den meisten genügte allerdings der tägliche Spaziergang zur Balsberg-Kantine nicht, deshalb wurde nach Alternativen gesucht. Wie magisch angezogen fühlten sich alle vom neu entdeckten Sportgerät “Lift”! Die beliebteste Übung war dabei das sogenannte “Upside-down” oder das “Jump-around”. Wir sind auf jeden Fall gewappnet für die Festtags-Schlemmersaison.

Nun geht es ab in die verdienten Ferien! Wir wünschen allen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr! Und dem Weihnachtsmann eine ILS Kat. III Zertifizierung, damit er den Weg durch den Hochnebel auch nach Kloten findet!

- Cheers David

Woche 22 / 23 – Phase T3 (A-Team)

December 11th, 2007

Sämtliche Phasen bis und mit F2, sprich rund ein Drittel der Ausbildung bei der SAT, sind abgeschlossen. So kann nach einem zweiwöchigen Urlaub die nächste Theoriephase in alter Frische begonnen werden. Bis wir im April nach Vero Beach reisen werden, sind wir so quasi gegroundet. Denn ausser ein paar Stunden auf dem FNPT II erwartet uns nur noch blanke Theorie.

Zu Beginn steht natürlich die obligate Materialfassung an. Das dabei abgeholte Wissen lässt sich wie folgt quantifizieren: (L) 50cm * (B) 30cm * (H) 20cm mit einem geschätzten Gewicht von 20kg.

Voll bepakt mit tollen Sachen, die das Leben schöner machen gehts hinein in den Schulalltag. Diesen bestreiten wir bis zu den Weihnachtsferien mit dem MPL 4/07. In Kennerkreisen werden diese Jungs auch die “Apéro-Fraktion” genannt. Wenn die keinen Grund für ein spontanes Gelage finden; Wer dann?!

Auch in Bezug auf das Instruktorenteam gibt es viele neue Gesichter kennen zu lernen. Mit diversesten Methoden wird versucht, das Wissen an den Mann, beziehungsweise an die Frau zu bringen. So erleben wir, wie mit Haut und Haar versucht wird, die Funktionsweise eines NDB oder VOR zu veranschaulichen. Zeitweise geht es schon fast ins philosophieren hinein: so fragt sich beispielsweise, ob des Pudels Kern mit demjenigen einer Kirschschokolade gleichgestellt werden kann.

Ebenso wenig mit Aviatik, trotzdem nicht minder amüsant, hat das Auswendiglernen der Nicht-Faktoren auf die Geburtenrate der roten Waldameise zu tun. So kann es beim Philosophieren schon mal passieren, dass von Münzkirch bis nach Dinzkirch abgeschweift wird. Im Endeffekt trifft man sich jedoch immer wieder beim selben Punkt, dem leidigen Abschneiden der Kloten Flyers.

Im Fach ‘Airframe an Systems’ werden wir mit rund einem Dutzend verschiedener Hydraulik-Ventile konfrontiert. Das gleicht dann so quasi einer Hyperventilation. Doch auch hier kommt das Geschick des Instruktors voll zum Zuge, was die Aufnahmefähigkeit während des Unterrichts entscheidend verbessert. Festzuhalten bleibt, dass “Ihr Kinderlein kommet” nicht unbedingt der vorteilhafteste Slogan für Verhütungsmittel darstellt. Sonst kann es vorkommen, dass die Nachkommen zu früh kommen und wir mit unserem Einkommen nicht mehr auskommen.

Am 6. Dezember hatten wir es gleich mit zwei Kläusen zu tun. Der eine vermittelt uns das Fach ‘Instrumentations’ und der beziehungsweise die andere bringt uns im Auftrag der Schulleitung ein Säckchen Weihnachtskonfekt. Der eine schlang es gar nicht hell, der andere und das gefiel, hatte einfach viel mehr Stil! Trotzdem vielen Dank für diese schmackhafte Geste!

- Ivo

Woche 18/19 – Phase T3 (B-Team)

November 19th, 2007

Während Team Alpha weiter ordentlich Flugstunden und Flugerfahrung sammelte (inklusive Speziallandeverfahren auf ausländischen Flugplätzen), starteten wir in unsere letzten zwei Wochen Theorie in Zürich.

Der Beginn von Theoriewoche Nummer drei stand zunächst ganz im Zeichen der Meteorologie („Wie wurden die unterschiedlichen Wolkenarten gleich noch kategorisiert bzw. wie waren doch gleich die korrekten Bezeichnungen dafür?“). Repetition, Vertiefung des bereits Gelernten und Geduld des Instruktors waren hierbei das patente Mittel zum Erfolg. Auch in den anderen Fächern Flight Instruments, Airframes and Systems und Human Performance and Limitations ging es weiter im Programm. Im Fach Airframes and Systems zum Beispiel haben wir gelernt, dass landen mit gesetzter Parkbremse selten gut kommt oder dass Drifts und Burn-Outs auch mit den besten Flugzeugreifen nicht unbedingt empfehlenswert sind.

Weiterhin standen noch die Fächer Radio und General Navigation im Stundenplan. Sehr interessant daran war, wie viele unterschiedliche Faktoren letztendlich für eine korrekte Navigation in der Luft ausschlaggebend sind und welches Equipment einem Piloten überhaupt dafür zur Verfügung steht. Unterrichtet wurden dabei unter Anderem allgemeine Kartenkunde, Wind-, Distanz-, Geschwindigkeits- und Kursberechnungen, sowohl für die Navigation im Flug, als auch für die Flugplanung. In Radio Navigation ging es um Funktionsweisen und Verfahren von verschiedenen Radionavigationsanlangen wie z.B. VOR-Stationen oder das Instrumenten Landesystem (ILS). Ein ganz besonderes Highlight für einen zugezogenen Klotener mit deutschem Migrationshintergrund wie mich, waren natürlich die morgendlichen Diskussionen im Fach General Navigation über die aktuellen Spielresultate und Tabellenplätze der Kloten Flyers in der Eishockey Nationalliga A.

Alles in Allem blicken wir auf vier sehr umfangreiche Wochen Theorie zurück. Der Stoff, den wir von jetzt an durchnehmen, geht von seinem gesamten Umfang her immer mehr in Richtung ATP-Theorie. Haben wir in der Phase T1 noch Grundlagen gelernt, so lernen wir jetzt komplexere und detaillierte Inhalte – wie z.B. den technischen Aufbau und die facettenreichen Funktionsweisen eines Autopiloten im Fach Flight Instruments. Die letzten Wochen bis Weihnachten gehen wir wieder nach Grenchen zum Abschluss unseres VFR-Trainings. Ein paar von uns haben auch noch ihre praktische PPL-Prüfung vor sich. Wir hoffen auf schönes Wetter und natürlich „Many happy landings!“

-Albrecht

Woche 16/17 – Phase T3 (B-Team)

November 2nd, 2007

Am 15.10.2007 hat sich die Hälfte der aufgesplitteten Klasse in Kloten im Zimmer E361 wieder gefunden. Halt, eigentlich war es ja im 4. vor dem Kaffeeautomaten, als schon die ersten Räubergeschichten der in den letzten 6 Wochen erlebten Ferien, Arbeiten oder Flüge ausgetauscht wurden. Nach dem Entgegennehmen einer weiteren Kiste voller Bücher begann der Unterricht mit einer Brise Electrics mit Ulrich und wurde durch Airframes & Systems mit Basil und einem abschliessenden Feierabend-Bier abgerundet.

Wir lernten, dass die Ampère-Käfer eigentlich von Minus zu Plus kriechen und noch viele weitere elektrische Grundlagen. Der Lerneffekt war auch bei unsern Bänklern sehr gross. Hat doch Pilotenschüler Bübü ( Name von der Redaktion geändert ) am 3. Schultag gemerkt, dass Kurzschlüsse nicht gut für ein Flugzeug sind und am 4. Schultag schon gewusst, wo man beim A-320er die RAT raus lässt.

Sehr imposant waren die Anschauungsmaterialien bei „Instrumentations“, gell T.M. aus A., wenn man am Altimeter hinten saugt geht der Zeiger nach oben. Einige haben sich ein wenig wie im Aufklärungsunterricht gefühlt, als es um „Fast Erection“ ging. Auch als wir lernten, dass die Schenkel vor der Synchronisation 120° auseinander liegen müssen, für Details bitte bei P.S. aus S. nachhaken.

Advanced CR-3 Training war bei Bruno Fritschi angesagt. Diese Scheibe kann eben wirklich Alles. Wir beginnen langsam sie zu mögen. Und wenn man ganz fest will, kann man auch Liter in Fuss umrechnen.

In der Radionavigation haben wir, durch Paul, verbal die Funktion einer Lautstärkenänderung eines Amplitudenmodulierten Signals miterlebt (ca.110dB) und uns mit Raum- und Bodenwellen befasst.

Unser organisierter Apero ging etwas in die Hose; wir hatten vier Gäste. Der kleine Vorteil darin war, dass es mehr für uns übrig hatte. Und für die einen endete dieser Anlass erst in der Wings Bar, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein ander Mal erzählt werden.

Der Gipfel aller Dinge war, als wir vernahmen, dass die PK4/07 am Freitag einen Apèro organisierte, wir uns darüber informierten und eiskalt ausgeladen wurden. Er war nur für FA’s bestimmt. Ich hoffe, dass wir eine Politische Lösung finden können und den Rank zu unseren neuesten Mitgliedern finden werden.

- Robert

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