Seit 3 Wochen gehen das „Alpha-Team“ und die „B-Hörnchen“ wieder gemeinsam zur Schule. Zeit auf diese mehr oder weniger spannende Zeit zurückzublicken.
Die letzte Etappe auf dem Weg zum ATPL steht auf dem Programm und so heisst es für uns wieder Theorie büffeln. Wir erhalten einen vertieften Einblick in das Innenleben eines Jet-Triebwerkes, lernen weitere nützliche Instrumente eines modernen Verkehrsflugzeuges kennen, versuchen unser Wissen in Meteo aufzufrischen und erhalten einen Crash-Kurs in Sachen Flugzeugbeladung. Weiter hinterfragen wir „Solar System and Time“, wo es darum geht, Sonnenaufgang und Untergang zu bestimmen, oder zu verstehen, warum der siderische Tag kürzer ist als der Sonnentag; Alles Dinge die wir später brauchen werden ( …man merke, wir lernen auch, wie wir unsere Freundin, bzw. Freund beindrucken können, nach dem Motto: „Weisst du Schatz, wenn ich in Tokio um 23.00 LMT abfliege und der First Point of Aries gerade den Äquator überquert (oder war’s umgekehrt??), dann steht die Sonne genau im Aphelion und am Südpol ist’s stockdunkel, weshalb die Eisbären mit den Pinguinen schlafen gehen.“ ) Alles klar? Keine Angst, bei uns auch nicht. Auch Navigation und Kartenkunde steht wieder auf dem Programm, wobei da auch mal gesagt werden soll, dass alles viel einfacher wäre, wenn die Erde eine Scheibe wäre.
Das Hauptthema dieser ersten Phase ist aber sicherlich der erste Teil der BAZL Prüfung. In der Woche vom 29.9 soll’s soweit sein und wir schliessen 4 Fächer ab. Kein Wunder also, sitzt die ganze Klasse wie wild hinter den Büchern und dem Computer, um mit unserer Lernsoftware möglichst viele Fragen zu klicken. BAK heisst das tolle Programm und das Suchtpotential ist enorm. Kein Moment wird ausgelassen, um noch schnell eine Frage zu klicken, mit Laptop, I-Phone oder Papier und Stift. Das Ziel ist klar: 75% richtig. BAK ist aber nicht nur ein Lernprogramm, nein man kann auch damit spielen. Sieger ist derjenige, welcher am meisten grüne Spalten (möglichst viele richtig beantwortete Fragen in einer Spalte) hat. Ein guter Start ist da wichtig, aber Achtung, ja nicht nachlassen, am Schluss wird abgerechnet. Die Regeln könne beim R.S. bezogen werden. Lernen macht ja sooo Spass!
Das Highlight dieser drei Wochen war aber sicher unser Besuch bei der SR-Technics. Wir trafen uns am Freitagnachmittag zu einer ausgedehnten Führung. Per Zufall stand im Hangar ein Airbus 340 der Swiss, und es war schnell klar, dass dieses Flugzeug von uns genauer unter die Lupe genommen wurde. Angefangen wurde – wie könnte es anders sein – im Cockpit. Während die ersten im Avionic- Compartement unter dem Cockpit verschwanden, testeten andere die Firstclass-Sitze und begutachteten die Betten für die Crew. Nachdem auch die letzten Poser-Fotos der jungen Piloten im Kapitäns-Sitz geschossen worden waren (schau Schatzi, ich in meinem neuen Büro…) konnten wir die Triebwerke und das Fahrwerk genauer begutachten. Schon das Fahrwerk ist ziemlich beeindruckend und eines sei hier gesagt: Sollte man am Flugzeug mal ‘nen platten Reifen haben, reicht die Fahrradpumpe kaum um den Reifen aufzublasen. Die Dimensionen sind ziemlich beeindruckend. In einem anderen Hangar stand ein weiterer Airbus, der aber eher zerlegt daher kam. Dies gewährte uns seltene Einblicke in das Innenleben eines Flügels. Wir wissen jetzt auch, warum die kleinsten Mechaniker immer die „Tankratten“ sind. 90-60-90 ist zu breit, um in den Tank zu kommen. Im Engine-Shop kann man mit dem nötigen Kleingeld auch Triebwerke kaufen, wir begnügten uns aber mit dem betrachten der grossen Turbinen, weil in der Klassenkasse keine 10 Mio. sind.
Alles in Allem war der Besuch in der Werft ein tolles Erlebnis. Besten Dank der Firma SR Technics.
Am Montag geht’s weiter mit Emergency Equipment. Gerüchten zu Folge geht der PK 307 in den Evakuationssimulator mit Notrutschen usw….
On verra.
- Romano