Woche 12 – Phase F2

Montags pünktlich um 09.00 Uhr trafen wir uns wieder in unserem Theoriesaal in Grenchen ein. Des ein oder andern Gesichtes war zu entnehmen, dass die Erholungsphase, dank der PPL-Theorie-Prüfung vom Samstag zuvor, eher kurz ausgefallen war. Nichts desto trotz ging es wie erwartet zügig im Programm voran.
Wie in der Woche zuvor trainierten wir „power idle approaches“ rund um den Flugplatz Grenchen. Um auf die nächsten Flüge vorbereitet zu sein, hielten die meisten von uns Theorien über diverseste Flugverfahren. Aber wie das eben so ist, was im Theoriesaal noch einleuchtend erscheint, geht im Flugzeug schnell vergessen. Womit auch erklärt ist, weshalb gewisse Übungen sehr intensives Training verlangen.
Am Mittwoch war etwas Abwechslung, was uns sehr gelegen kam, angesagt. Es ging das erste Mal auf einen fremden Flugplatz. Nun enthalten sämtliche Flugbücher der Ab-initios einen Stempel des Flugplatzes Neuchâtel. Das wird wohl nicht der letzte sein. Da ich, entgegen der vielgepriesenen Theorie nicht mit einem gewünschten Winkel von ungefähr 4 sondern nur mit geschätzten 3 Grad angeflogen bin, kam Markus, der uns netterweise einen Besuch abstattete und bei mir als Passagier mitflog, nicht schlecht ins Staunen, als wir im Anflug auf die Piste 05 in Neuenburg ziemlich tief (das war auch für meinen Geschmack zu tief…) über die Häuser donnerten. Entschuldigung Markus, dass deine Lebenserwartung aufgrund dieses Ereignisses wahrscheinlich um einige Jahre geschrumpft ist!
Um auf den Phase Check, welcher für den Freitag angekündigt war, möglichst gut vorbereitet zu sein, flogen wir am Tag zuvor bereits einmal Richtung Langenthal und konnten die verhältnismässig kurze Piste aus der Vogelperspektive begutachten.
Als wir dann am Freitag diesen Flugplatz anflogen, wurde uns relativ schnell klar, dass die Länge der Piste für die Archer kein Problem darstellen wird. Sichtlich geschafft und in Erwartung des ersehnten Wochenendes besiegelten wir den Phase Check, der als Checkflug für unsern ersten Alleinflug diente, mit einem guten Glas Wein. Merci Michel!
Am kommenden Montag werden wir voraussichtlich das erste Mal ohne Fluglehrer abheben, was mit Sicherheit auch Grund genug für einen Apéro sein wird.
- Ivo