Woche 4 – Start Phase F1
Nach 3 Wochen Theorie war’s am Montag soweit: Hinein ins Cockpit und hinauf in den Himmel. Unbeschwert wie ein Vogel durch die Luft segeln, losgelöst von allen Sorgen die man unten auf der Welt liegen lässt. Die Realität sieht allerdings anders aus: Schon nach kurzer Zeit müssen Checklists und Sprechfunk, Wordings und Procedures unter Druck noch richtig angewandt werden, während man schon alleine damit überfordert ist, schön gleichmässige Kurven zu fliegen und dabei die Höhe zu halten. Trotzdem, oder wohl gerade aufgrund des grossen Drucks, lernt man schnell und schon nach wenigen Flugstunden stellen sich deutliche Verbesserungen ein. Am Sprechfunk passieren zwar noch einige Missgeschicke (unter anderem folgendes Malheur: “Looking out for Whiskey“), die die Fluglotsen manchmal einige Nerven kosten. Zwischendurch sind wohl auch die Fluglehrer froh, wenn sie wieder heil am Boden sind, so etwa wenn Pilot Hanspeter* (Name der Redaktion bekannt) „Traffic 12 o’clock, same altitude“ meldet und trotzdem unbeirrt weiter auf besagtes Objekt zufliegt, wie es besser im Kamikaze-Lehrbuch nicht beschrieben sein könnte. Und im Rudel von angehenden Piloten lassen sich zwischendurch auch Macho-Spielchen nicht verhindern: „Wer z’letscht am Holding Point isch zahlt e rundi“!
Nach all dem Stress gönnte man sich am Abend dann ein kühles Blondes (Durchlaufkühlung sei dank) und eine gute OLMA Bratwurst und liess die Geschehnisse des Tages nochmals Revue passieren. Eine tolle, aber stressige Woche ist vorüber… wir freuen uns auf die Nächste.
- Tobias